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Publizist Salzborn spricht bei Z.A.K.

15. Februar 2001 –

Sulzbach-Rosenberg. (vb) In der Veranstaltungsreihe, die von der Gruppe ZAK zum »Bündnis gegen Rechts« beigesteuert wird, wird am Donnerstag, 22. Februar, ab 19.30 Uhr Samuel Salzborn über die Vertriebenenverbände sprechen. Salzborn, ein Publizist, der seine Arbeiten unter anderem in den »Blättern für deutsche und internationale Politik« veröffentlicht, stellt seinen Vortrag im Mundschenk, Hafnersgraben 9, unter den Titel »Heimat ohne Holocaust. Zu Geschichte und Politikverständnis der Vertriebenenverbände«.

Bei dieser Thematik wird es nicht ausbleiben, daß Salzborn auf Überschneidungen personeller und inhaltlicher Art zwischen den Vertriebenenverbänden und Alt- und Neonazis eingehen wird. Gerade dieser Gesichtspunkt ist aktuell von regionalem Interesse, da der Kreisvorsitzende der Oberschlesier, Dr. Walter Sattler, kürzlich anläßlich eines Vergleichs der Vertreibung Deutscher infolge des zweiten Weltkriegs mit dem Holocaust wegen Volksverhetzung und Verharmlosung nationalsozialistischer Verbrechen angezeigt worden ist.

Doch Salzborn wird sich nicht nur auf diesen Aspekt beschränken, sondern auch auf die Rolle der Vertrie-benenverbände in der bundesdeutschen Politik ein-gehen. Er wird eine Darstellung ihres Einflusses vor allem auf die konservativen Regierungen im Nach-kriegsdeutschland geben, aber auch die kaum minder bedeutende Rolle dieser Verbände in Zeiten rot-grüner Regierung erläutern. Schließlich wird Salzborn auch auf die Strategie der Vertriebenenverbände zur Umsetzung des von ihnen geforderten ‘Rechts auf Heimat’ und dessen Folgen eingehen.

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