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Über den neu geschaffenen Heimatschutz

30. April 2008 – Infoveranstaltung

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Aufgaben der Bundeswehr gewandelt, denn nun gilt die Devise der »Verteidigung deutscher Interessen auch am Hindukusch«. Und nicht nur dort, sondern auch im Inland mischen deutsche Soldaten fröhlich – und von der Bevölkerung unbemerkt oder schweigend akzeptiert - mit. Man nennt dies »zivil-militärische Zusammenarbeit« und platziert in Bundesländern, Bezirken und Landkreisen Offiziere mit Reservisten in den Regierungen. Sie sollen »Ansprechpartner in allen Fragen der zivil-militärischen Zusammenarbeit und der Katastrophenhilfe« sein – und tragen dazu bei, dass autokratische Vertreter des Militärs zunehmend den Ton angeben. Schon jetzt besteht reger Kontakt der Bundeswehr mit zivilen Organisationen wie THW, Feuerwehren und Rotem Kreuz. Hinter dem Anstrich der »Katastrophenhilfe« sichert sich die Bundeswehr mit Kasernenton und materieller Überlegenheit Zuarbeiter für ihr blutiges Handwerk.

Armeeeinsatz im Inneren bedeutet weit mehr als Sandsackschleppen und WM – dies hat die Bundeswehr bereits in Heiligendamm unter Beweis gestellt, wohin die angebliche »Parlamentsarmee« ohne Abstimmung im Bundestag mit Panzerwagen, Kriegsschiffen und Tornado-Flugzeugen entsandt wurde. Dabei wurde sie logistisch unterstützt von den mit Reservisten besetzten Heimatschutzkommandos in Rostock, Güstrow, Parchim, Bad Doberan und Brandenburg.

Wir übertreiben? Wir malen schwarz? Informiert euch selbst über diese Entwicklungen, ihre gesellschaftlichen Bedeutungen und geschichtlichen Hintergründe! Dazu sind zwei Referenten des bundesweiten »Jugendaktionsausschusses gegen Notstand der Republik«, der diesen und den zahlreichen anderen Maßnahmen des Staatsumbaus entgegentritt, eingeladen. Sie werden zum einen die Geschichte des Heimatschutzes in Deutschland darstellen und zum anderen die aktuellen Entwicklungen in der Bundesrepublik erklären.

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