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Franz Dobler: A Boy Named Sue

15. November 2013 – Lesung aus den Memoiren eines zerstreuten Musikliebhabers

Eintritt 5€

 

Der zerstreute Musikliebhaber hat sich nie in einer Schublade einsperren lassen. Kann sein, er will morgens den alpinen Rock'n'Roll von Attwenger hören, nachmittags Cannonball Adderley, abends den noch nicht eingeordneten (!) Pop der General Elektriks, um sich um Mitternacht mit Dale Watson zu fragen, ob es Zeit für »Whisky or God« ist und er morgen nur Country hören soll, was denn auch sonst, zur Hölle! Wenn er nach Worten sucht, hat er keine Angst vor nichts und lässt sich von den Sirenen in dunkle Vergangenheit und rätselhafte Gegenwart locken und landet vielleicht in Garagen, die von schweigsamen Türstehern bewacht werden.
Kann schon sein, dass der Autor nur über Musik schreibt, weil er eines Tages lernen musste, dass er nicht Musik machen kann. Weshalb er bis zur letzten Stunde mit R.W. Fassbinder heulen wird: Ich möcht' Musik machen können!
Neue und alte Musik-Texte von Franz Dobler, Porträts über Musiker wie Tom Waits oder Bob Dylan, Berichte von einschneidenden Hörerlebnissen und Konzerten und vieles andere mehr.

Franz Dobler ist Schriftsteller, Dichter, Journalist, DJ, Hörspielmacher und ein großer Kenner und Liebhaber von Country-Musik. Seit 1988 veröffentlichte Erzählungs- und Gedichtbände, für den Roman »Tollwut« und für »Jesse James und andere Westerngedichte« wurde ihm 1993 der Bayerische Literaturförderpreis verliehen. Er veröffentlichte die Musikbücher »Auf des toten Mannes Kiste – Get Country & Rhythm!«, »Rock'n'Roll Fever« (mit dem Maler Guido Sieber) und als Hrsg. »Down In Louisiana«. Seine Biographie von Johnny Cash »The Beast In Me« sorgte für Aufsehen. Seine Artikel, Reportagen und Kritiken erschienen u.a. in junge Welt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Spex, Trash, Süddeutsche Zeitung, taz und Frankfurter Rundschau. Für das Trikont-Label hat er seit 1995 vier Folgen der Serie »Perlen Deutschsprachiger Popmusik« herausgegeben, außerdem »A Boy Named Sue. Johnny Cash Revisited«.

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