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Der Wille zum Schicksal

16. März 2004 – Kritik am Familienaufstellen nach Bert Hellinger

Das Familienaufstellen nach Bert Hellinger ist in Mode. Seine Bücher und Videokassetten verkaufen sich blendend und seine Familienaufstellungen sind weltweit psychotherapeutische »Events«. Geflissentlich wird dabei übersehen, auf welchen Grundannahmen diese Therapieform gründet: Wer sich nicht den »Ursprungsordnungen« von Familie, Volksgemeinschaft und Heimat unterwirft, muss sich nicht wundern, wenn er krank wird.
Auch handelten die Nazis nur als Teil eines größeren Ganzen, dessen Sinn wir nicht begreifen. Der selbsternannte Psychotherapeut, Ex-Missionar und Show-Analytiker Bert Hellinger gilt seit über zehn Jahren in der Esoterikszene, aber auch bei vielen AnhängerInnen von Gruppentherapien als Shootingstar. Der 78jährige Ex-Afrika-Missionar wird heute (zu Unrecht) als »Vater« der so genannten Familienaufstellungen bezeichnet, gibt diesem Therapiemodell jedoch eine rechte, esoterische und gefährliche Wendung. Nicht nur seine zahlreichen Publikationen und Massenveranstaltungen, auch eine wachsende Zahl von VertreterInnen der »Hellinger-Schule« erreichen eine wachsende Zahl von Hilfesuchenden auf dem Markt der Psycho- und Gruppentherapien. 
Grund genug, über das verschrobene Weltbild und die reaktionäre und gefährliche Methode von Hellinger, und seinen AnhängerInnen aufzuklären und diese zurückzuweisen.

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