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Zur Kritik esoterischer und irrationaler Welterklärungen

16. April 2005 – Infoveranstaltung mit Sozialpädagogin und Autorin Claudia Barth

Spätestens seit Beginn der 1990er Jahre sind esoterische Praktiken und irrationales Denken ein Massenphänomen in der Bundesrepublik geworden. Es existiert ein breites Spektrum an verschiedensten Heils- und Weltanschauungslehren, deren Gemeinsamkeit bei aller Vielfalt in der Ablehnung von Wissenschaftlichkeit, Rationalität und Vernunft besteht.

Zum mittlerweile zweiten Mal wird am kommenden Samstag, 16. April die Sozialpädagogin und Autorin Claudia Barth im Jugendclub Bureau, Hafnersgraben 9, zum Thema sprechen. Dabei wird es vor allem darum gehen, die fundamentale Feindschaft der Esoterik gegenüber Aufklärung und der Emanzipation der Einzelnen aufzuzeigen.

Hinter der oft harmlos anmutenden Fassade offenbaren sich nämlich meist schnell rassistische, antisemitische, frauenfeindliche und antidemokratische Ansichten, ebenso wie Behindertenfeindlichkeit, Antihumanismus und Sozialdarwinismus.

Die Veranstaltung gewinnt besondere Aktualität durch die Gründung des esoterischen »Vereins zur Förderung der Lebensqualität« in Amberg im Januar 2005, dem mittlerweile über 50 Menschen angehören. (die Amberger Zeitung vom 09.02.05 hatte darüber berichtet) Laut eigener Aussage der Mitglieder beschäftigen sie sich mit »Verschwörungstheorien, Zeitreisen, Ägyptologie oder Mythen.« Dieser Verein und seine Aktivitäten sind ein aktuelles regionales Beispiel für die unter anderem von Claudia Barth vertretene These, dass Rassismus und Antisemitismus bereits immanenter Bestandteil esoterischer Weltanschauungen sind, denn einige der von dem Verein für die Zukunft eingeladenen Referenten sind in rechtsextremen Kreisen keine Unbekannten.

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